Der Hopfen, einfach erklärt.
Bitter machend, aromatisch, fast magisch: Hopfen macht in einem modernen Bier alles. Wir erklären, wofür er da ist, warum ein NEIPA nach Mango riecht, und woher die Bittere kommt.



Bitter machend, aromatisch, fast magisch: Hopfen macht in einem modernen Bier alles. Wir erklären, wofür er da ist, warum ein NEIPA nach Mango riecht, und woher die Bittere kommt.

Hopfen ist diese kleine Blüte, eigentlich ein Zapfen, die dem Bier seine Bittere und einen Großteil seiner Aromen gibt. Ohne ihn hättest du ein süßes, flaches Getränk. Mit ihm ändert sich alles: Bittere, Frische und diese Nase von Frucht oder Harz, die wir im Craft lieben.
Hopfen wirkt auf zwei Arten, je nachdem, wann man ihn zugibt. Früh beim Kochen setzt er seine Bittere frei (seine Alphasäuren isomerisieren). Spät oder kalt nach der Gärung, das ist der berühmte Dry-Hop: Er behält seine ätherischen Öle und parfümiert das Bier, ohne es stark zu bittern.
Das ist das ganze Geheimnis eines NEIPA wie der Picaros oder der Kadabra: eine massive kalte Hopfengabe, die das Bier mit Mango, Ananas und Pfirsich flutet, ohne die beißende Bittere eines West Coast. Umgekehrt steht ein West Coast IPA wie das Road to LAX zu einer klaren Bittere, Kiefer und Zitrus. Gleiche Blüte, zwei Welten.
Es gibt Hunderte Sorten, jede mit ihrer Signatur. Citra geht Richtung Zitrus und Maracuja, Mosaic eine tropisch-krautige Mischung, Cascade Grapefruit. Man kombiniert sie wie ein Parfümeur, um die Nase eines Biers zu zeichnen.
Und das Elsass in alldem? Die Region ist ein historisches Hopfenland. In unserem Liberté, Égalité, IPA brauen wir mit 100% elsässischem Hopfen: eine Art zu zeigen, dass das Terroir hier mit den amerikanischen Stars mithalten kann.
Wenn du das nächste Mal eine Dose öffnest und es nach Mango oder Kiefernharz riecht, weißt du: Das ist der Hopfen, der spricht. Und er hat viel zu erzählen.
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